„Schwachkopf“ – wegen dieser belanglosen Bezeichnung in einem Meme klingelte die Polizei in Bamberg beim Rentner Stefan Niehoff. Die Justiz greift gegen Menschen wie ihm hart durch: mit Hausdurchsuchungen sowie hohen Geld- und sogar Bewährungsstrafen. Doch die „Härte des Gesetzes“ scheint nicht mehr jeden im gleichen Maß zu treffen. Das ist zumindest das Gefühl vieler Menschen – von Bürgern, die sich sorgen, dass ihr Tweet die Polizei auf den Plan ruft, während Vergewaltiger und Gewaltverbrecher häufig mit milden Urteilen rechnen können.
Ein 23-jähriger Afghane wurde beispielsweise in Regensburg im August 2023 lediglich zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, obwohl er vier junge Frauen sexuell belästigt hatte. Ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigte er, wie der Spiegel berichtet, indem er mit mindestens einem Finger in die Vagina des Mädchens eindrang, ehe sie ihn wegstoßen konnte. Der Richter hatte die milde Strafe damit begründet, dass der Täter eigentlich „ein Musterbeispiel“ dafür sei, „wie man in Deutschland gut ankommen kann“, berichtete später der Verteidiger.
Im Januar 2023 wurden ein 17-Jähriger und ein 19-Jähriger auf zwei Jahre Bewährung verurteilt, nachdem sie einen 18-Jährigen lebensbedrohlich mit einem Messer verletzt hatten. Das Opfer hatte fünf Liter Blut und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Die Begründung der Richterin: Die Täter hätten sich beim Opfer entschuldigt und damit gezeigt, dass sie sich auf einem guten Weg befänden. In Rinteln musste ein 21-Jähriger, der einen 41-Jährigen lebensgefährlich mit einem Messer verletzt hatte, lediglich ein Antiaggressionstraining absolvieren (Apollo News berichtete).
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