Das politische Spektakel, das sich kürzlich im Oval Office abspielte, hätte genauso gut eine Episode aus einer erstklassigen Reality-Show sein können. Aber hier ging es nicht um TV-Quoten, sondern um geopolitische Machtkämpfe, Interessen und die Zukunft eines Krieges, der längst über die Ukraine hinaus Auswirkungen hat. Die Protagonisten? Donald Trump, sein Vizepräsident JD Vance und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Von den deutschen Leitmedien bis hin zu transatlantischen Experten ist der Tenor weitgehend einheitlich: Trump und Vance hätten Selenskyj eiskalt vorgeführt. Doch so einfach ist es nicht – und wie immer lohnt es sich, auch hier hinter die Kulissen zu blicken.
Selenskyj kam mit einer Mission nach Washington: Er wollte Garantien für weitere US-Unterstützung in dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt. Doch er traf auf einen Trump, der bekanntlich eine ganz andere Agenda verfolgt: weniger amerikanische Einmischung, ein mögliches Friedensabkommen und keine endlosen Finanzhilfen für die Ukraine mehr.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











