Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beschäftigt fast 6000 freiberufliche Dolmetscher. Die Behörde verwendet für sie allerdings ein ganz neues Wort: Im Beamtendeutsch der Neuzeit heißen sie jetzt „Sprachmittelnde“. Und im „Sprachmittelnden-Pool“ des Amts sind aktuell 5960 Personen aufgelistet. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.
5891 dieser Dolmetscher sind technisch dazu in der Lage, ein Gespräch mit einem Migranten und einem Beamten per Videoschalte zu führen. Die Behörde verwendet übrigens auch dafür ein ganz eigenes Wort – dort heißt es „Videosprachmittlung“. Seit 2018 gab es 4816 solcher Schalten.
Im selben Zeitraum verloren auch 34 Dolmetscher das BAMF als Auftraggeber wegen Verstößen gegen den Verhaltenskodex. Dazu zählt die Verletzung der Neutralitätspflicht. Die meisten Verstöße begingen Dolmetscher für Arabisch (8), Russisch (3) und Paschto (3, Amtssprache in Afghanistan).
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











