Dem argentinischen Präsidenten Javier Milei ist mit der Gewährung von Finanzhilfen an sein Land in Höhe von 42 Milliarden US-Dollar ein dringend notwendiger Coup gelungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und mehrere andere internationale Finanzinstitutionen haben die Finanzhilfen dem südamerikanischen Land explizit als „Vertrauensvotum“ für die bisherige Politik Mileis gewährt.
Die Kredite geben dem libertären Präsidenten den für weitere Maßnahmen notwendigen Handlungsspielraum: So können nun die bereits vorhandenen Schulden beim IWF gestemmt werden. Außerdem wurden bereits direkt mit der Teilauszahlung des Kredits am Montag bei der argentinischen Zentralbank alte Staatsschulden getilgt.
Viel wichtiger könnten die IWF-Milliarden für Mileis früheres Lieblingswahlkampfthema werden: die Dollarisierung der Wirtschaft. So hatte der heutige Präsident im Wahlkampf 2023 versprochen, die Zentralbank auflösen zu wollen. Der inflationsanfällige argentinische Peso sollte durch den US-Dollar ersetzt werden. Insbesondere machte Milei die Zentralbank für die zu dem Zeitpunkt exorbitante Inflation verantwortlich.
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