Der Deutschlandfunk-Nachwuchssender DLF Nova hat mit einem Beitrag zur Geschichte der Intersexualität für Aufmerksamkeit gesorgt. In einem Instagram-Post sowie in einem begleitenden Online-Artikel wird die Behauptung verbreitet, ein „drittes Geschlecht“ habe es „seit Anbeginn der Menschheit“ gegeben. So sei das Phänomen der „Intergeschlechtlichkeit“ schon vor 4.000 Jahren „reflektiert“ worden. Als Belege werden archäologische Funde, historische Texte und ethnologische Beobachtungen angeführt.
„Sorry, aber Diversität ist nichts Neumodisches“, heißt es einleitend in dem Instagram-Beitrag von DLF Nova. Unter Berufung auf die Journalistin und Autorin Morgane Llanque erklärt der öffentlich-rechtliche Sender, es gebe „Beweise und Quellen, die zeigen, dass Menschen schon immer auch außerhalb des binären Geschlechtersystems gelebt haben“. Diese Belege fänden sich angeblich „in archäologischen Funden, in alten Aufzeichnungen des Kamasutra, bei indigenen Gruppen, in der griechischen Mythologie“. Demnach würden verschiedene Formen eines „dritten Geschlechts“ im historischen Kontext „schon lange verhandelt“.
In der Sendung wird zudem darauf verwiesen, dass Menschen, die als „drittes Geschlecht“ galten, in verschiedenen Kulturen besondere Rollen eingenommen hätten, etwa indem sie „auf Hochzeiten den Segen spenden oder mit Gottheiten verbunden“ gewesen seien.
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