Die politische Instrumentalisierung von Verbrechen werfen Linke gern ihren Gegnern vor. Selbst haben sie keine Hemmungen, das Gedenken an das singuläre Menschheitsverbrechen des Holocaust im Wahlkampf aufs Ekelhafteste zu missbrauchen. Die Opposition wird als das ultimative Böse diffamiert. Dass damit der Nationalsozialismus und seine monströsen Untaten relativiert werden, wird skrupellos in Kauf genommen.
Vorbei die Zeiten, in denen die Shoah als singuläres Menschheitsverbrechen wahrgenommen wurde. Längst ist Auschwitz seines Kontextes beraubt worden, es ist nicht mehr die Mordfabrik, in der Europas Juden gequält, industriell in Massen ermordet und eingeäschert wurden. Vielmehr ist es heute nur mehr ein allgemeines Symbol für „die Grausamkeit der Menschheit gegenüber ihren Mitmenschen im 20. Jahrhundert“, wie die UNESCO es formuliert.
In Deutschland, wo das „Nie wieder ist jetzt“ falsch verstanden wird, weil man aus dem Holocaust nicht die Verpflichtung zum unbedingten Schutz jüdischen Lebens ableitet, sondern allgemein vor „Menschenfeindlichkeit“ warnt, sind die Vernichtungslager der Nazis gerade mal gut genug, um den politischen Gegner zu brandmarken.
Absurd: Vom Vernichtungslager Auschwitz wird eine direkte Linie zur Rechten von heute gezogen.
Das Nazi- und Faschisten-Etikett wird jedem angeheftet, der auch nur ansatzweise in Verdacht gerät, ein „Rechter“ zu sein, wobei auf der Skala zwischen Konservatismus und Nationalsozialismus nicht der geringste Platz für Grautöne ist. Nicht umsonst haben die Linken den „Kampf gegen Rechts“ ausgerufen. Zu denen, die bekämpft werden, gehört inzwischen schon die CDU.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











