Innerhalb von zwei Tagen hat sich der Dieselpreis um weitere 12 Cent erhöht. Laut Daten des ADAC kostete ein Liter Diesel am Freitag im bundesweiten Durchschnitt 2,29 Euro. Das ist nur drei Cent weniger als beim Allzeithoch vor vier Jahren, kurz nach Beginn des Ukrainekriegs. Seit Beginn des Iran-Krieges sind der Benzin- und der Dieselpreis kräftig angestiegen. So beträgt der Unterschied zwischen Freitag und dem Tag vor dem Krieg beim Diesel 54,5 Cent. Ein Liter Benzin ist 30,8 Cent teurer geworden.
Auch der Preis für E10 stieg innerhalb von zwei Tagen um 4,2 Cent auf 2,08 Euro pro Liter. Das Allzeithoch bei E10 lag allerdings noch zwölf Cent höher. Der Preisanstieg hat einerseits mit dem teurer werdenden Rohöl zu tun. Andererseits gibt es aus der Politik auch Kritik an den Mineralölkonzernen, dass diese die Kraftstoffe zu stark verteuern würden. In Deutschland steigt der Spritpreis stärker als anderswo in Europa.
Justizministerin Stefanie Hubig ist sich sicher, dass das „nicht an der Steuer“ liege. „Das kann einfach nicht sein“, sagte sie am Mittwoch in der Aktuellen Stunde des Bundestages. Stattdessen vermutet sie Preisabsprachen. Sie und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche fordern daher eine Stärkung des Kartellrechts. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Tankstellen den Preis für Kraftstoff künftig nur noch einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen dürfen. Eine Senkung sei jedoch jederzeit möglich.
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