Seit zwei Jahren schreibe ich für NIUS. Mit der heutigen sind 115 Kolumnen entstanden. In den bisherigen 114 Texten habe ich stets freudig ausgeteilt, andere Menschen kritisiert. Heute möchte ich etwas tun, was in der Branche viel zu selten vorkommt, nämlich: Selbstkritik üben.
Als Donald Trump verkündete, dass er Zölle gegen EU-Länder erheben wolle, wenn er nicht Grönland bekäme, lautete meine erste Reaktion auf X wie folgt: „Niemand in Deutschland, niemand in Europa wird in seinem persönlichen Leben auch nur eine Sekunde einen Unterschied spüren, wenn Grönland zu den USA gehört. Jeder in Deutschland, jeder in Europa wird in seinem persönlichen Leben ärmer werden, wenn wegen Grönland ein Handelskrieg geführt wird.“
Lesen Sie dazu auch die letzte Kolumne: Grönland-Frage: Wir können uns keinen Großkonflikt mit den USA leisten!
Die malerische Hauptstadt Grönlands, Nuuk
Mein erster Impuls war: Bloß kein Handelskrieg, bloß kein Konflikt mit dem wichtigsten Militärpartner, was soll denn das Gehabe wegen dieser Eisplatte mit ein paar Menschen darauf? Dieser Impuls war falsch, er ignorierte den geopolitischen Tabubruch, die Grönländer selbst und machte überhaupt nicht deutlich, dass jenes Trump-Vorgehen mir ebenfalls gegen den Strich ging.
Doch wie konnte es überhaupt zu so einem falschen Impuls kommen?
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











