Die streng muslimische Datingapp „Half of my deen“ wird in Deutschland immer beliebter. In migrantisch geprägten Stadtteilen hängen vermehrt Werbeplakate für die Datingapp, die Macher versprechen ein Kennenlernen, das „diskret, anonym und ohne direkten Austausch“ ablaufen soll – also streng nach islamischen Regeln. NIUS ist in die Welt des islamischen Datings eingetaucht und ist dabei auf radikale Prediger, Islamisten und fehlende Frauenrechte gestoßen.
Dieses Werbeplakat hängt in einem arabischen Imbiss im Berliner Bezirk Neukölln.
Kaum ist man registriert, fällt schnell auf: Kontrolle ist alles auf dieser App. Jede Nachricht und alle Antworten werden von einem Admin überprüft und erst dann freigeschaltet. Noch bevor man nach seiner zukünftigen Frau suchen darf, muss man einen Fragenkatalog mit theologisch-islamischen Fragen beantworten, um überhaupt freigeschaltet zu werden. Die erste Frage zielt direkt darauf ab, welche Prediger man hört und wie man sich sein islamisches Wissen aneignet. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz formulierte NIUS radikal islamistische Antworten. Laut unserem Profil konsumieren wir Pierre Vogel (Abu Hamza), der in den letzten Jahren als salafistischer Prediger vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Auch Ibrahim Abou-Nagie steht bei uns auf der Liste, der Prediger wird ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet. Zuletzt gaben wir an, den Islamisten Sven Lau (Abu Adam) zu konsumieren.
Nach fünf – anscheinend erfolgreich – beantworteten Fragen wird das Profil freigeschaltet.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











