Kurz vor dem Ende der Pressekonferenz sagt SPD-Chefin Saskia Esken fast beiläufig, was diese Koalition aus CDU/CSU und SPD zusammenhält: das Geld.
Man habe zunächst die Grundlage für die Koalition geschaffen, sagt Esken im Paul-Löbe-Haus des Bundestags, die Finanzierung. Mit anderen Worten: Den „Fehler“ der Ampel mit den wackligen Milliarden aus dem Corona-Fonds werden Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) und seine Leute nicht wiederholen, sondern haben sich mit der umstrittenen Abstimmung über die Milliarden-Schulden den nötigen Kitt gesichert.
Wer sich die mehr als 140 Seiten des Koalitionsvertrags durchliest, findet schnell das große Motto der neuen Bundesregierung: Alles für alle. Zwei Partner (drei Parteien), die zum Regieren verdammt sind, haben von Anfang an verstanden, dass sie keine Druckmittel gegen die anderen in der Hand haben. Wunderbarer Ausweg: Jeder bekommt, was er sich wünscht. Friedrich Merz darf auf der internationalen Bühne glänzen, holt sich einen neuen Sicherheitsrat und nationalen Krisenstab ins Kanzleramt, dessen Erweiterungsbau für knapp eine Milliarde Euro damit ganz nebenbei gut zupasskommt.
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