Blendende Umfragewerte, die Unterstützung der US-Regierung, wieder mal eine unfähige Bundesregierung, vielversprechende Landtagswahlen – für die AfD könnte es kaum besser laufen. Umso unverständlicher ist die extreme Dünnhäutigkeit vieler Funktionäre und Anhänger bei berechtigter Kritik.
Tobias Rausch ist ein Landtagsabgeordneter mit drei Geschwistern, die alle bei einem Bundestagsabgeordneten arbeiten. Zusätzlich hat er einen Schwager, der bei einem anderen Bundestagsmitglied beschäftigt ist. Martin Reichhardt ist Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt mit zwei Familienmitgliedern, die für einen Bundestagsabgeordneten gearbeitet haben. Genau wie die Ehefrau seines Vize-Chefs Jan Wenzel Schmidt. Die Ehefrau von Markus Frohnmaier, Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, arbeitet im Bundestagsbüro von Johann Martel, der zufälligerweise aus dem gleichen Bundesland kommt.
Markus Frohnmaier will für die AfD in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden.
Kinder, Verwandte, Ehegatten, Eltern, zahlreiche Beispiele sind vorhanden, die den Vorwurf der Vetternwirtschaft glaubwürdig erscheinen lassen. Da Paralleluniversen leider außerhalb unserer Reichweite liegen, werden wir nie erfahren, wie die AfD reagiert hätte, wären derartig viele Verwandtschaftsanstellungen bei einer anderen Partei publik geworden. Die Vermutung liegt aber nahe, dass die Empörung tendenziell im Maximalbereich unterwegs gewesen wäre.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











