Das Verfassungsschutz-Gutachten ist durch. Statt handfester Beweise lieferten die Verdachtslinguisten nicht mehr als Text-Schnipsel, die seit Jahren in den sozialen Medien kursieren. Keine Spur von Faesers „vertraulichen, schützenswerten Quellen“, geleakter Partei-Interna oder gar Mitschnitten von geheimen Reichsparteitagen, die es aber bestimmt irgendwo auf der dunklen Seite des Mondes gibt.
Selbst Mainstream-Gazetten wagen es inzwischen über die juristische Relevanz dieses Rohrkrepierers von 1100 Seiten zu lästern und jede Redaktion mit einem Minimum an Sorgfaltspflicht hätte es dabei belassen. Nicht so das „Institut für politische Hygiene“ in der Hamburger Ericusspitze Nr. 1! Hier kamen Qualitäts-Info-Techniker auf eine einmalige Idee. Sie bastelten sich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem BfV-Altpapier einen interaktiven AfD-Pranger, –„Zitatdatenbank“ genannt –, dessen Design nicht nur für Wissenschaftler eine unverkennbare Ähnlichkeit mit einer bakteriologischen Zuchtstation hat.
Politiker werden wie Mutationen präsentiert, ihre ideologische DNA mittels optischer Marker verdeutlicht. Normalerweise wird so mit Staphylokokken verfahren, aber mit Menschen? Ist diese Darstellungsform – barrierefrei abrufbar und ohne Altersfreigabe – nicht ebenso menschenfeindlich wie etwa Einwanderer „invasive Arten“ zu nennen? Ganz zu schweigen von Deutschlands „historischer Verantwortung“, denn auch die Nazis hatten ihre Gegner mittels taxonomischer Deklassifizierung entmenschlicht.
Screenprint Spiegel, Inkubator – Collage: TK
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











