Die kuriosen „Hilfen“ aus Brüssel und Berlin gegen die Energiekrise

vor 2 Monaten

Die kuriosen „Hilfen“ aus Brüssel und Berlin gegen die Energiekrise
Bildquelle: NiUS

Die EU-Kommission, EU-Parlamentarier und die Regierung und Opposition in Berlin profilieren sich mit immer neuen Vorschlägen zur angeblichen Rettung der Wirtschaft und der Menschen: vor hohen Benzinpreisen, vor hohen Energiekosten, vor Inflation und dem wirtschaftlichen Ruin. Dabei ist all das nur eine Simulation von Aktivität, und es soll verschleiern, dass nicht Friedrich Merz oder Lars Klingbeil oder die EU-Kommission um Ursula von der Leyen regieren, sondern die Hilflosigkeit. Denn alle Vorschläge sind schon jetzt zum Scheitern verurteilt. Weil es Ideen sind, die in den vergangenen Jahrzehnten schon nicht funktioniert haben. Und weil sie nichts mit dem Alltag der Menschen zu tun haben.

Krisenzeiten sollten eigentlich Zeiten für Hilfe und Unterstützung sein, die auch bei den Verbrauchern ankommt. Aus politischer Sicht sind Krisenzeiten aber etwas anderes: nämlich die Zeit zur Profilierung. Gerne auch mit abstrusen Vorschlägen und Ideen, die ohnehin nie umgesetzt werden. Genau darin überschlagen sich momentan Politiker und Parteien im EU-Parlament, der EU-Kommission und genauso im deutschen Bundestag. Jeder verpackt seine alten Ideen, die er sowieso immer vorträgt, jetzt im neuen Gewand und unter der neuen Überschrift der Krisenhilfe. Doch praktisch nichts davon wird umgesetzt und deswegen wird auch praktisch nichts davon irgendwie helfen. Weil wirtschaftliche Logik und gesunder Menschenverstand dagegen sprechen. Und weil es sich sehr oft um Forderungen handelt, die schon in den letzten 20 oder 30 oder sogar 40 Jahren nicht geholfen haben. In vielen Fällen sind die Vorschläge schlicht weltfremd und müssen dem normalen Bürger auf der Straße schon fast wie Hohn vorkommen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU)

Das gilt beispielsweise für die Vorschläge der EU-Kommission, doch einfach mehr Homeoffice zu machen und damit Sprit zu sparen. Diese Empfehlungen kennen wir noch aus der Coronazeit. Jetzt wird dasselbe wieder aus der Schublade gezogen als angebliche Wunderwaffe gegen die hohen Benzinpreise. Dabei können es sich viele Menschen schlicht nicht aussuchen, ob sie zu Hause oder im Büro arbeiten, sondern sie müssen vor Ort sein. Und praktisch alle Unternehmen haben in den letzten Monaten wieder umgeschwenkt und verlangen Präsenz ihrer Mitarbeiter im Unternehmen, weil sich Homeoffice von allen, für alle, zu allen Zeiten als unproduktiv und schädlich für Unternehmen erwiesen hat. Kein Wunder also, dass das bei Arbeitnehmern und in Geschäftsführungen gleichermaßen für Kopfschütteln sorgt.

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