Wie haben die verschiedenen Wählergruppen abgestimmt – Männer und Frauen, Jüngere und Ältere, Gut- und Geringverdiener, Gebildete und weniger Gebildete, Rentner, Arbeiter, Angestellte und Selbstständige? Ein paar Überraschungen sind dabei.Aufgeschlüsselt nach Geschlechtern, ergeben sich keine gravierenden Unterschiede. Die SPD und die Grünen schneiden bei Frauen ein paar Prozentpunkte besser ab als bei Männern, Union und AfD schlechter. Nach Altersgruppen sieht es so aus, dass die Linke (!) bei den jüngsten Wählern (18-24 Jahre), denen die Erfahrung mit der linken DDR-Diktatur fehlt, mit 25 Prozent vorn landet, es folgen Union mit 23 und AfD mit 20. Die Grünen kommen nur auf 12 Prozent.
Die ältesten Wähler wählten zu 43 Prozent die Union, die AfD erringt nur 10 Prozent. Auch die SPD schneidet mit 24 Prozent deutlich überdurchschnittlich ab. Hier haben sich offenbar alte Gewohnheiten erhalten. Außerdem griff wohl der „Tagesschau-Effekt“: Ältere Wähler bilden sich ihre politische Meinung oft über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sehr negativ über die AfD berichtete. Die Grünen stehen bei Wählern im mittleren Alter drei Prozentpunkte besser da als insgesamt.
Rentner wählten zu 40 Prozent die Union und holt mehr als dreimal so viele Stimmen wie die AfD (12), selbst die SPD ist doppelt so stark. Dafür werden die Sozialdemokraten bei ihrer traditionellen Wählergruppe, der Arbeiterschaft, halbiert, bei ihnen liegt die AfD mit 37 Prozent weit vorn und ist nun die Arbeiterpartei. Die Grünen kommen gerade mal auf 5 Prozent. Bei den Angestellten erreichten sie das Dreifache, in dieser Wählergruppe liegt die CDU mit 27 Prozent vorn, vor der AfD (20). Bei den Selbstständigen läuft die CDU/CSU ebenfalls vor der AfD ins Ziel.
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