Die falschen Minderjährigen: Betrugsfälle bei Flüchtlingen kosten den Steuerzahler Millionen

vor 5 Monaten

Die falschen Minderjährigen: Betrugsfälle bei Flüchtlingen kosten den Steuerzahler Millionen
Bildquelle: Apollo News

Amir N. (Name geändert) war 2016 als Flüchtling nach Deutschland gekommen – er gab sich dabei als Minderjähriger aus. Da er alleine gekommen war, galt er als sogenannter „unbegleiteter minderjähriger Ausländer“ – dafür wurde er vom Staat auf Steuerzahlerkosten über viele Jahre untergebracht und versorgt. N. versuchte, sich zu integrieren, und schloss sogar eine Ausbildung ab.

Doch als er später wieder einmal mit Behörden zu tun hatte, kam durch neu vorgelegte Dokumente heraus, dass N. deutlich älter ist – und bereits bei seiner Einreise volljährig gewesen war. Da Minderjährige Ansprüche auf zahlreiche Zusatzleistungen haben, die sogenannte Jugendhilfe, kosten sie den deutschen Staat deutlich mehr Geld als ein volljähriger Flüchtling. Dazu zählen ein gesondertes Asylverfahren, eine vollständige Schulbildung und eine besondere Betreuung.

Daraufhin erließ der Landkreis Erding, der bislang für die Unterbringung von N. verantwortlich war, im Juni 2024 einen Rückforderungsbescheid, der Apollo News vorliegt: N. sollte für die zwischen 2016 und 2020 erbrachten Leistungen des Landkreises aufkommen, die er zu Unrecht bezogen hatte. Insgesamt forderte der Landkreis 164.725,61 Euro zurück. Eine stolze Summe, die Amir N. nicht aufbringen konnte oder wollte. Denn er tauchte unter – bis heute.

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