Die CDU und die Woche der Wahrheit

vor mehr als 1 Jahr

Die CDU und die Woche der Wahrheit
Bildquelle: Apollo News

„Wie soll das funktionieren? Sie können die Grenzen nicht schließen!“ Angela Merkel verdreht die Augen. Dass ARD-Talkerin Anne Will überhaupt die Frage nach dem Aufnahmestopp stellt, scheint die Kanzlerin zu irritieren. „Es gibt den Aufnahmestopp nicht“, erklärt sie.

Es ist der siebte Oktober 2015 – vor einem Monat hat Merkel Tür und Tor für über eine Million Migranten geöffnet. Sie strömen ohne Papiere, völlig ungeprüft in die Bundesrepublik. Die CDU-Kanzlerin nennt das „ein freundliches Gesicht zeigen“. In der Bild heißt es: „Wir helfen! Refugees Welcome!“. Moraldeutsche stehen an Bahnhöfen in München, Stuttgart und anderswo und applaudieren, als die Migranten mit dem Zug einfahren. Sie haben Blumen und Teddybären für die Neuankömmlinge dabei.

„Ein freundliches Gesicht“ – in diesen Tagen hat Deutschland seine Grenze de facto aufgegeben, jeder darf kommen. Und öffentlich wird das für gut befunden. Schnell dreht der Wind: Die Silvesternacht auf der Kölner Domplatte verändert alles. Merkel aber bleibt stur. Bei der Wahl 2017 stürzt sie von rund 41 auf rund 33 Prozent ab. „Ich sehe nicht, was ich hätte anders machen können“, erklärt die stoische Merkel einen Tag danach gegenüber der Presse.Merkel war immer kritik- und lernunfähig – und mit ihr die CDU. Auf Merkel folgte Kramp-Karrenbauer, auf Kramp-Karrenbauer folgte Laschet. Beide vermochten es nicht, ihre Partei aus dem toxischen Merkel-Fahrwasser zu lösen. Am Ende stand Laschet dann nach der Wahl 2021 mit mauen 24 Prozent da. Die CDU lag in Trümmern, kopflos, führungslos. Im Bundestag versuchte man sich in diesen Tagen daran, mit kläglichen Anträgen die neue Ampel noch links zu überholen, etwa in Fragen des Klimaschutzes. Diese Partei war am Ende. Und die Mitglieder riefen nach einem Mann, der sie wieder aufrichten sollte – Friedrich Merz.

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