Die „Brandmauer“ zieht die CDU in die Tiefe

vor 9 Monaten

Die „Brandmauer“ zieht die CDU in die Tiefe
Bildquelle: Tichys Einblick

Die seit 6. Mai 2025 regierende CDU/CSU/SPD-Koalition ist dabei, beim Wahlvolk die Antipathiewerte, die die „Ampel“ am Ende ihrer Amtszeit im Winter 2024/25 hatte, noch zu untertunneln. Beim Zutrauen in die politische Kompetenz, die Probleme in Deutschland am besten zu lösen, sinkt die Union auf 18 Prozent (-1 Prozent), die SPD kommt auf sieben Prozent (+1 Prozent), die Grünen auf sechs Prozent (+1 Prozent) und die Linke auf vier Prozent (-1 Prozent). Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) meint, keine Partei sei kompetent genug. Das ist eines der FORSA-Ergebnisse für die Sender RTL und ntv. Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fällt zugleich auf einen neuen Tiefstand. Nur noch 26 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden.

Das zentrale Ergebnis der FORSA-Umfrage aber lautet: Die AfD legt in der aktuellen Wahlumfrage auf Bundesebene auf 27 Prozent zu und liegt damit drei Punkte vor der Union (24 Prozent). Das ist der bislang größte von Forsa gemessene Vorsprung der AfD auf CDU/CSU auf Bundesebene. Andere Institute bestätigen diesen Trend. Die SPD verharrt derweil bei 13 Prozent, die Grünen verbessern sich leicht auf zwölf Prozent (+1 Prozent). Die Linke erreicht elf Prozent, das BSW vier Prozent, die FDP drei Prozent und die sonstigen Parteien sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 22 Prozent. Bei all den Werten spielt sicher eine Rolle, dass 62 Prozent mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage rechnen.

Im kommenden Jahr 2026 stehen fünf Landtagswahlen an. Die AfD dürfte nach jetzigem Prognosestand („Sonntagsfrage“) in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt auf dem ersten Platz landen, und mindestens zweimal den dritten – in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Fast durch die Bank kann sie mit einer Verdoppelung ihrer Ergebnisse rechnen – auch in den „alten“ Bundesländern. Womit erneut bestätigt werden wird, dass die AfD auch im Westen „angekommen“ und kein reines „Ost-Phänomen“ ist.

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