Um 0.23 Prozentpunkte sei der Kassenbeitrag zum Jahreswechsel gestiegen, schreibt die Zeit. Sie vergisst auch nicht zu erwähnen, dass die Bundesregierung ja ein Sparpaket über zwei Milliarden Euro für die gesetzliche Krankenversicherung beschlossen hat. Um die erwartete Steigung zu dämpfen. Wenn es darum geht, die wirtschaftliche Lage schön zu reden, müssen linke Politisten und Journalitiker schon einen Spagat hinlegen, der jede 14-jährige russische Turnerin neidisch machen müsste.
Auf 17,96 Prozent ist laut den Angaben des Dachverbands der Kassen, der GKV, der durchschnittliche Kassenbeitrag zum Jahreswechsel gestiegen. Wobei unterschieden wird zwischen 14,6 Prozent Sockelbeitrag für alle und dem Zusatzbeitrag, den jede der 93 Kassen individuell erhebt. Noch so ein Spagat. Denn durch diese Trennung lautet die Nachricht: Der Zusatzbeitrag liegt jetzt im Schnitt bei 3,36 Prozent – was deutlich weniger bedrohlich für die Finanzen der Rentner, Betriebe und Beschäftigten klingt als eben 17,96 Prozent des Brutto-Einkommens.
Doch auch die 3,36 Prozent haben es in sich. Zum Jahreswechsel 2024 auf 2025 ist die rot-grüne Bundesregierung unter Minister Karl Lauterbach (SPD) noch von einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,5 Prozent ausgegangen. Davor lag er bei 1,7 Prozent. Für dieses Jahr hat seine Nachfolgerin Nina Warken (CDU) mit 2,9 Prozent gerechnet – nun sind es also 3,36 Prozent. Die Zahlen zeigen drei Punkte deutlich: Der Zusatzbeitrag steigt massiv, innerhalb von nur einem Jahr hat er sich fast verdoppelt. Die Politik hat diesen drastischen Anstieg nicht unter Kontrolle. Sie reagiert – im Verbund mit befreundeten Journalisten – mit Beschwichtigungen und Schönrednerei.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











