CDU-Landeschef und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hat die AfD zu seinem absoluten Erzfeind erklärt. In seiner Rede auf dem Landesparteitag der CDU nahm er die Oppositionspartei ins Visier – er selbst versteht sich als „moderner Konservativer“. AfD-Politikern wirft er dagegen vor, „Kostümkonservative“ und „Höflinge“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sein. Eine Zusammenarbeit mit der Partei schließt er klar aus – und setzt sie mit „Kollaboration“ gleich, also der Zusammenarbeit gegen das Interesse des Landes.
In den Umfragen, wenige Monate vor der Landtagswahl, kämpft seine CDU um Platz eins und könnte als Hauptkonkurrentin ausgerechnet die AfD erhalten: In der neuesten Umfrage von Infratest dimap aus Oktober liegt die Union mit 29 Prozent zwar deutlich vorn – danach folgt jedoch bereits die AfD mit 21 Prozent. Und der Trend in Richtung AfD hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt.
Auf dem Parteitag macht Hagel daraus eine Gewissensentscheidung: Man habe nichts mit der AfD gemein. Außerdem meinte er: „Wir brauchen keine Brandmauer, weil wir die Brandmauer sind.“ Gleichzeitig analysierte er: „Es wird um die Fragen gehen: Wir oder die AfD.“ Und weiter: „Die AfD ist unser Gegner. Die AfD hasst alles, was wir an diesem Land lieben.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











