Die abgesagte Klima-Apokalypse – jetzt beginnt das Zurückrudern aktivistischer Klimawissenschaftler

vor etwa 2 Monaten

Die abgesagte Klima-Apokalypse – jetzt beginnt das Zurückrudern aktivistischer Klimawissenschaftler
Bildquelle: Apollo News

Der wirtschaftliche Niedergang Deutschlands ist keine Naturkatastrophe. Er ist das messbare Ergebnis einer Politik, die sich von einer künstlich aufgeblähten Klimapanik treiben lässt. Doch während die Industrie das Land verlässt und die Energiepreise Rekordhöhen erreichen, bricht klammheimlich das wissenschaftliche Fundament zusammen, mit dem diese Radikalmaßnahmen jahrelang als „alternativlos“ gerechtfertigt wurden.

Was wir derzeit erleben, ist das monumentale Scheitern eines medialen und wissenschaftlichen Schreckgespensts – und der verzweifelte Versuch seiner Protagonisten, das Publikum mit kreativen „alternativen Erklärungen“ zu füttern.

Das Zerrbild von RCP 8.5: Ein akademischer Stresstest als politische Waffe

Über ein Jahrzehnt lang wurde die deutsche Öffentlichkeit mit einer magischen Chiffre konfrontiert: RCP 8.5 (im aktuellen IPCC-Bericht als SSP5-8.5 fortgeführt). Dieses Szenario des Weltklimarats (IPCC), das eine globale Erwärmung von bis zu 5 Grad bis zum Jahr 2100 vorausrechnete, wurde von Politik und Medien gebetsmühlenartig als das drohende „Business as Usual“ (BaU) deklariert – also als jener Pfad, auf dem wir uns befinden, wenn wir nicht sofort massiv in die wirtschaftliche Freiheit eingreifen.

Doch RCP 8.5 war von Anfang an eine extreme Projektion. Um dieses Szenario physikalisch überhaupt zu erreichen, müsste die Menschheit bis 2100 den globalen Kohleverbrauch verfünffachen. Für jeden Experten der Energiepolitik war diese Annahme schon immer geologisch und ökonomisch absurd. Leicht erschließbare Kohleflöze sind endlich, und Erdgas hat die Kohle aus rein wirtschaftlichen Gründen längst verdrängt. RCP 8.5 war nie eine realistische Prognose; es war ein rein akademischer Stresstest für Klimamodelle – das obere, theoretische Ende des Denkbaren.

Aus rein wissenschaftlicher Sicht hatte diese drastische Modellierung durchaus ihre Berechtigung: In der Klimaforschung dient ein solches Maximalszenario als wertvolle Obergrenze und hilft methodisch dabei, das anthropogene Signal in den komplexen Computersimulationen überhaupt erst deutlich vom natürlichen „Grundrauschen“ des Klimasystems abzuheben. Was in der akademischen Theorie also ein völlig legitimes Werkzeug zur Grenzwertbestimmung war, wurde in der deutschen Debatte jedoch nahtlos zweckentfremdet und politisch missbraucht.

Der Sündenfall des aktivistischen Missbrauchs

Wie konnte ein solches Extremmodell zum politischen Standard erhoben werden? Hans von Storch, Urgestein und einer der profiliertesten Köpfe der deutschen Klimaforschung, lieferte hierzu in einem aktuellen Interview eine ernüchternde Analyse.

Dass RCP 8.5 zum Maßstab aller Dinge wurde, war laut von Storch kein wissenschaftliches Versehen, sondern eine gezielte kommunikative Strategie. Teile der Wissenschaft und der Medien haben das extremste Modell instrumentalisiert, um maximalen politischen Handlungsdruck und Angst zu erzeugen. Dahinter stand die Erwägung, die von Storch gegenüber dem Cicero so zusammenfasst: „Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.“

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