Die Diakonie Hamburg kritisiert den Abschiebungsvollzug am Hamburger Flughafen. In ihrem Jahresbericht zur Abschiebungsbeobachtung für den Zeitraum März 2025 bis Februar 2026 dokumentiert sie mehrere konkrete Fälle, die aus ihrer Sicht menschen- und kinderrechtlich problematisch sind.
Nach den Angaben wurden im Jahr 2025 insgesamt 1093 Menschen über den Hamburger Flughafen abgeschoben. Bei der Bundespolizei waren 1765 Einzelrückführungen angemeldet, 718 wurden vollzogen. Die Abschiebungsbeobachtung der Diakonie begleitete 142 Einzelmaßnahmen und 16 Sammelcharter; 86 Fälle wurden anschließend im Flughafenforum mit Behörden und Organisationen besprochen.
Dem Bericht zufolge wurde eine 87 Jahre alte Frau im Rollstuhl allein nach Armenien abgeschoben, obwohl sie sich nicht selbst fortbewegen konnte und ihre Familie in Deutschland lebte. Sie habe lediglich Schlappen getragen und keine Jacke dabeigehabt. Eine Anfrage des Flughafenforums an die zuständigen Behörden blieb laut Bericht unbeantwortet.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











