Das sagen Deutschlands Top-Journalisten zur Günther-Entgleisung

vor 6 Monaten

Das sagen Deutschlands Top-Journalisten zur Günther-Entgleisung
Bildquelle: NiUS

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sprach sich am Mittwochabend bei Markus Lanz für eine stärkere Zensur von Medien und Sozialen Medien im Internet aus. Der CDU-Politiker forderte sogar ein Verbot von NIUS und bezeichnete das Medium als „Feinde der Demokratie“.

Für Medien fordert Günther etwa die Einhaltung von Qualitätskriterien. „Wir müssen das eben auch erkennen in der Politik, dass die es nicht gut meinen mit unserer Demokratie“, erklärte Günther im ZDF in Bezug auf NIUS. Zahlreiche Medienhäuser reagieren empört auf die Zensurpläne des CDU-Politikers. Lesen Sie im Verlauf die relevantesten Stimmen aus der Medien- und Politiklandschaft.

„Das ist seine Bewerbung für die kommende Bundespressekammer“, sagt Henryk Broder zur Causa Günther gegenüber NIUS

„Was Daniel Günther bei Markus Lanz gesagt hat, geht gar nicht. Presse- und Meinungsfreiheit müssen für jeden gleich gelten. Von seiner Meinung überzeugt man andere hierzulande durch die Kraft der eigenen Argumente – und nicht durch unverhohlene Drohungen gegen Andersdenkende. Zumal es auch heute schon wirksame Gesetze gegen Medien gibt, die unwahre Tatsachenbehauptungen verbreiten. Aber solange die nackten Fakten, wie Markus Lanz das nennt, stimmen, darf jedes Medium selbst entscheiden, welchen Tonfall und welches Maß an Zuspitzung und Erregung es wählt. Und die Bürger dürfen selbst entscheiden, welchen Medien sie vertrauen“, sagt Kords gegenüber NIUS.

„Traditionelle Medien findet Günther also okay. Blöd nur, dass die Freiheit der Medien hierzulande auch darin besteht, nicht traditionell zu sein“, schreibt Anna Schneider

„Die unerwünschten Recherchen und Meinungen sind offensichtlich ein Problem. Allerdings nicht für die Demokratie, sondern eher für Daniel Günther und seine autoritären Anwandlungen. Insofern haben die nicht-traditionellen Medien und die traditionellen Medien, die sich tatsächlich trauen, Social Media zu verwenden, wohl wirklich einen Nerv getroffen“, schreibt Schneider bei Welt.

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