Das Schienennetz befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Ein internes Papier des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), das der Bild vorliegt, zeigt die Ausmaße des Problems. Selbst die Bahn habe keine vollständige Übersicht über den Zustand der Infrastruktur. So heißt es im ersten Satz des „Management Summary“ vom 5. November: „Wir brauchen eine valide Datengrundlage, die die Realität abbildet.“
Der Verband warnt vor „sicherheitskritischen Situationen des Eisenbahnbetriebs“, falls die Alterung der Oberleitung nicht rechtzeitig gestoppt wird. Tausende Kilometer an Oberleitung müssten rechtzeitig ersetzt werden, bevor sie ihre technische Lebensdauer von 75 Jahren erreichen.
Jährlich müssten bis 2045 rund 1.125 Gleiskilometer ersetzt werden. Das wären 22.000 Kilometer in den kommenden 20 Jahren. Der Verband erkennt jedoch ein Problem, das sie in ihrem Auszug auch wörtlich benennt. Die Oberleitungsbauindustrie (OLA) ist momentan vollkommen überlastet. Laut Bericht: „OLA-Industrie aktuell zu 100 % ausgelastet,“ Projekte werden ohne Nennung von Gründen gestoppt oder nur „von der Hand in den Mund“ durchgeführt. Unternehmen erfahren oft erst in letzter Minute, ob sie arbeiten dürfen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











