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Von Alexander Kissler
Julia Klöckner (CDU) ist seit dem 25. März 2025 Präsidentin des Deutschen Bundestages.
Die neue Bundestagspräsidentin gehört ganz ohne Frage zu den bestangezogenen Parlamentariern. Julia Klöckner weiß, wie man sich stilvoll kleidet. Die ehemalige Deutsche Weinkönigin aus dem Anbaugebiet Nahe macht bella figura, ohne schrill zu wirken. Ihre Kollegen beiderlei Geschlechts können sich da eine Scheibe abschneiden.
Insofern ist es Kritik aus berufenem Mund, wenn die CDU-Politikerin nun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagt: „Das Parlament ist natürlich kein Laufsteg. Aber wenn wir vom Hohen Haus und seiner Würde sprechen, dann muss man nicht so angezogen kommen, als wolle man zum Sport oder das Zimmer tapezieren. Dass wir über so etwas überhaupt sprechen müssen, zeigt doch, wie die Institution Bundestag ausgetestet wird.“
Die Lümmelei hat längst Einzug gehalten in der Volksvertretung. Besonders gerne lassen linke, grüne und sozialdemokratische Abgeordnete alle ästhetischen Rücksichtnahmen fahren. Da gibt es den Hoodie ebenso am Rednerpult wie die ausrangierte Lederjacke oder Kostüme in den Farben altersschwacher Papageien. Es ist oft buchstäblich nicht zum Aushalten, nicht zum Hinsehen.
Leider liegt der Bundestag im Trend. Wer an sein Äußeres Ansprüche stellt, wird im Land der Neidhammel und der Herdentiere als konventionell oder oberflächlich gebrandmarkt. Die Flegelei setzt die Norm, das Hässliche versteht sich von selbst, in Deutschlands Fußgängerzonen, Restaurants und Universitäten. Man sieht am peinlichen Erscheinungsbild vieler Abgeordnete eine Wahrheit bestätigt, die zu schnell entsorgt wurde: Kleider machen Leute.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











