Ein kleiner peruanischer Bauer hat gegen den Energieriesen RWE geklagt. Ein Fall, den der Deutschlandfunk zu einem Kampf „David gegen Goliath“ stilisierte – womit er im Propagandakrieg der grün-linken Ideologen wieder einmal seine helfende Hand reichte.
Der Sender legt sich für die Verbreitung gängiger Narrative ziemlich ins Zeug. In diesem Fall ging es um „Klimagerechtigkeit“, also den Kampf gegen die deutsche Industrie unter Verweis auf die angeblich vom „menschengemachten Klimawandel“ bedrohte Welt. Obwohl jedem einleuchtet, dass es eine verwegene Vorstellung ist, für eine Gletscherschmelze in den peruanischen Anden das in Essen beheimatete Energieversorgungsunternehmen RWE (teil)verantwortlich zu machen, unternahmen deutsche Klimaaktivisten den Versuch, einen Präzedenzfall zu schaffen, um Unternehmen für die Folgen ihrer Emissionen im „Globalen Süden“ haften zu lassen.
Dabei handelt es sich um die aktivistische Umweltorganisation Germanwatch, die sich für „globale Gerechtigkeit“ einsetzt, und die von ihr gegründete Stiftung Zukunftsfähigkeit (die auch Trägerin der Klimaschutzinitiative atmosfair ist). Da darf Luisa Neubauer, Galionsfigur der deutschen Klimabewegung, natürlich nicht fehlen. Der Deutschlandfunk lässt sie ihre übliche Agenda abspulen: „Der Fall von Saúl gegen RWE zeigt, dass die Hoffnung lebt – und kämpft. Er zeigt, dass Menschen auf der ganzen Welt bereit sind, den Kampf mit den fossilen Konzernen aufzunehmen.“
Denn offiziell wird der Fall so dargestellt: 2015 reicht der peruanische Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya eine Klimaklage gegen den Energiekonzern RWE am Landgericht Essen ein, weil das Schmelzwasser eines Gletschers sein Dorf und sein Haus bedroht, 2016 wird die Klage abgewiesen. Doch er gibt nicht auf, geht in die Berufung. Lliuya ist in dieser Geschichte der Held, der es als hilflose Einzelperson mit einem Großkonzern aufnimmt. Dabei wird er von deutschen Umweltverbänden „unterstützt“. In Wahrheit verhält es sich natürlich genau umgekehrt: Germanwatch hat einen Bewohner des „Globalen Südens“ (früher: Dritte Welt) gefunden, den sie mit den nötigen Mitteln ausstattet, um RWE zu schaden.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











