Die im vergangenen Dezember wegen des Abreißens von Deutschlandflaggen in die Kritik geratene Linken-Politikerin Wenke Brüdgam hat einen neuen Job im öffentlichen Dienst. Das geht aus einer Mitteilung der Rostocker Bürgerschaft hervor, die dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) vorliegt. Demnach sei eigens für Brüdgam eine neue Stelle im Büro der Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) geschaffen worden.
Brüdgam war zuvor als Landesgleichstellungsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern tätig. Sie war in die Kritik geraten, weil sie in einem Video auf Instagram damit prahlte, in der Kleinstadt Barth an leerstehenden Häusern angebrachte Deutschlandflaggen abgerissen und teils zerknüllt zu haben. Nachdem sie für die Aktion parteiübergreifend viel Kritik geerntet hatte und schließlich sogar die Staatsanwaltschaft Stralsund ein Ermittlungsverfahren eröffnete, trat sie zurück (Apollo News berichtete).
Für die Dauer ihres politischen Amts wurde das Arbeitsverhältnis nach Angaben des NDR nicht beendet, sondern lediglich ruhend gestellt. Grundlage dafür sei eine zuvor mit der Stadt vereinbarte Rückkehrregelung, die Brüdgam eine Rückkehr in die Verwaltung ermöglichen sollte. Brisant ist der Vorgang auch deshalb, weil in Rostock derzeit ein Einstellungsstopp gilt.
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