Deutschland stellt eine Milliarde Euro über zehn Jahre für den neuen Tropenwaldfonds TFFF bereit. Das gaben Umweltminister Carsten Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan auf der Weltklimakonferenz in Belém bekannt: „Es geht um den Schutz der tropischen Regenwälder, der Lunge unserer Welt“. Über die Höhe des Beitrags hatten zuvor die Agenturen Reuters und dpa berichtet.
Der von Brasilien entwickelte Fonds „Tropical Forest Forever Facility“ soll Zahlungen an Staaten leisten, die ihre Wälder erhalten. Werden zusätzliche Flächen zerstört, werden die Mittel entsprechend gekürzt. Grundlage sind satellitengestützte Daten zu Entwaldung und Degradation. Die Weltbank übernimmt vorläufig die Treuhänderschaft und richtet ein eigenes Sekretariat für die technische Abwicklung ein.
Das Zielvolumen des Fonds liegt bei 125 Milliarden US-Dollar, davon 25 Milliarden aus staatlichen Zusagen und 100 Milliarden aus privatem Kapital. Mittelfristig sollen jährlich rund vier Milliarden US-Dollar ausgeschüttet werden. Insgesamt könnten bis zu 70 Staaten leistungsabhängige Zahlungen erhalten. Mindestens 20 Prozent der Mittel müssen direkt an indigene und traditionelle Bevölkerungsgruppen gehen, wie es heißt.
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