Trotz Millionen und Milliarden an Spenden – Deutschland ist international nur noch ein B-Kontakt

vor 8 Monaten

Trotz Millionen und Milliarden an Spenden – Deutschland ist international nur noch ein B-Kontakt
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Freundeskreis unterscheiden wir zwischen den A- und den B-Kontakten. Mit einem B-Kontakt trifft man sich nur unter der Woche: auf einen Kaffee oder höchstens mal auf eine Fußball-Übertragung in der Kneipe. Den A-Kontakten gehört das Wochenende – für gemeinsame Besuche in Theater oder Restaurants etwa. Etwas traditioneller heißt so was beste oder echte Freunde. Deutschland ist außenpolitisch unter Friedrich Merz (CDU) nur noch ein B-Kontakt.

Das zeigt sich dieser Tage in China, als Außenminister Johann Wadephul (CDU) einen Besuch absagte, auch weil sich niemand Wichtiges mit ihm treffen wollte. Jetzt ist der Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) dort, um den Kontakt zu Deutschlands wichtigstem Handelspartner zu halten. Das ist China seit diesem Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat. Nicht mehr die USA. Zwischen Januar und September hatte Deutschland demnach einen Handelsumsatz mit China von 185,9 Milliarden Euro, mit den USA nur einen von 184,7 Milliarden Euro.

Das Abrutschen Deutschlands zeigt sich aber auch im brasilianischen Belem. Während die A-Klasse der Staats- und Regierungschefs gar nicht mehr zum Klimagipfel anreist, war Kanzler Friedrich Merz (CDU) schon vor dessen Beginn dort. Ein B-Kontakt muss die Zeitslots nehmen, die ihm angeboten werden. Der Kanzler versprach: Deutschland werde einen noch zu gründenden Regenwald-Fonds großzügig beschenken. Ausgedacht hat sich den Luiz Lula da Silva. Das Geld aus dem Fonds soll an Länder mit viel Regenwald gehen, sagt der Präsident von Brasilien – einem Land mit sehr viel Regenwald.

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