In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 2.300 Menschen neu mit HIV infiziert – etwa 200 mehr als im Jahr zuvor. Damit steigt die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit mehreren Jahren wieder deutlich an.
Wie das RKI in seinem aktuellen Bericht mitteilt, betrifft der größte Teil der Neuinfektionen weiterhin Männer, die Sex mit Männern haben – rund 1.300 Fälle wurden in dieser Gruppe für 2024 geschätzt. Das entspricht einem Plus von etwa 100 gegenüber 2023. Auch unter Menschen, die Drogen injizieren, nahmen die Infektionen zu: Etwa 400 Personen steckten sich über verunreinigte Nadeln an, rund 60 mehr als im Vorjahr. Diese Zahl steigt nach RKI-Angaben bereits seit 2010 langsam, aber kontinuierlich.
Bei heterosexuellen Kontakten wurden rund 590 Neuinfektionen registriert – ebenfalls ein leichter Anstieg um 45 Fälle.
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