Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zeigte sich beim Wirtschaftsrat der CDU weniger optimistisch, dass Deutschland auch in zehn Jahren noch ein attraktiver Industriestandort sein werde, als die Vorstandsvorsitzenden, mit denen sie auf der Bühne saß. Am Montag und Dienstag findet der diesjährige Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats statt. Die Ministerin trat zusammen mit den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank sowie von Siemens und Audi auf.
Am Ende der Podiumsdiskussion wurden alle Teilnehmer gefragt, wie optimistisch sie seien, dass Deutschland in zehn Jahren noch ein attraktiver Industriestandort sein werde. Sie sollten ihre Einschätzung mit Zahlen von 1 (niedrig) bis 10 (hoch) angeben. Roland Busch von Siemens gab seinen Optimismus mit 9 an. Gernot Döllner von Audi sagte, er würde seine Einschätzung mit 8 bewerten, wenn Reformen umgesetzt würden. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bank bewertete seinen Optimismus mit 8.
Katherina Reiche war von den Antworten beinahe enttäuscht, wie im Video des Auftritts zu sehen ist. „Vielen Dank für Ihren Optimismus“, sagte sie. „Mir wäre es fast lieber gewesen, Sie hätten uns mehr angetrieben. Von daher sage ich 7,5.“ Dadurch wolle sie motivieren, den hohen Optimismus von Busch erfüllen zu können. Sie verteidigte den Ausbau der Gaskraftwerke. Es brauche Energie, die dauerhaft zur Verfügung stehe, „auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht“.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











