Drei Monate nach ihrem Amtsantritt bereitet die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, einen tiefgreifenden Umbau des schwer angeschlagenen Staatskonzerns vor – und plant offenbar massive Stellenstreichungen an der Spitze und in der Zentrale. Das Handelsblatt hatte über die radikalen Stellenstreichungen zuerst berichtet.
Laut Aufsichtsratsunterlagen, die dem Handelsblatt vorliegen, soll die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands von derzeit 43 auf nur noch 22 Positionen halbiert werden. Die Positionen der Konzernbeauftragten, die als Zwischenebene zwischen Vorstand und Topmanagement fungieren, sollen komplett gestrichen werden, fünf Stellen fallen damit weg. Auch in den Vorständen der Tochtergesellschaften plant Palla Kürzungen: Insgesamt vier Vorstandsposten sollen dort entfallen, bei DB Regio von sechs auf fünf, bei DB Fernverkehr von fünf auf vier und bei der Infrastrukturtochter DB InfraGo von acht auf sechs.
Die anagerin Palla steht unter massivem öffentlichen Druck – und soll den dysfunktionalen Staatskonzern auf Vordermann bringen.
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