Grüne und Bundeswehr – das passt immer noch nicht so ganz zusammen. Auch, wenn die Grünen ihren naiven Pazifismus mittlerweile weitgehend hinter sich gelassen haben, was ihnen bei manchem Kritiker schon das spöttische Etikett „Olivgrün“ verschafft hat – bei der Partei der Wehrdienstverweigerer und Untauglichen fremdelt man noch immer etwas mit dem, was die Bundeswehr ist oder sein sollte.
Das zeigen die beiden Vorsitzenden quasi gleichzeitig mit Bravour. Felix Banaszak erklärt im Podcast-Interview bei dem Journalisten Tilo Jung: Bundeswehrsoldaten sollten doch einfach „desertieren“, wenn die AfD einst die Regierung stellt und die Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr hat. So legt er es zumindest nahe. Weiter sagte Banaszak, er halte das Szenario eines AfD-Verteidigungsministers für nicht realistisch. Aber: „Wenn es so wäre, dann würde ich sagen, ist es besser, diesem nicht zu dienen.“
Das ist das Problem, wenn man über Dinge spricht, von denen man strukturell als Partei und persönlich als Politiker überhaupt keine Ahnung hat – man verheddert sich schnell. Und Grünen-Chef Banaszak verhedderte sich unbedarft in einem Aufruf zu Straftaten. Denn Desertion ist strafbar, einem Deserteur drohen in Deutschland Gefängnisstrafen.
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