Vergessen Sie das Bundesverdienstkreuz oder die Nobelpreise für Physik, Chemie, Frieden oder Literatur: Völlig unbemerkt von der offiziellen Weltöffentlichkeit hat im vergangenen Jahr in Islamabad eine junge Frau einen ganz außerordentlichen Preis in einem wirklich harten Wettbewerb geholt: Die Nigerianerin Hajara Dan’azumi, zarte 19 Jahre alt, hat sich gegen harte internationale Konkurrenz aus anderen Staaten des einzig wahren Glaubens durchgesetzt und im „Internationalen Koran-Wettbewerb“ den Preis für die beste Koran-Rezitation geholt. Wir gratulieren an dieser Stelle recht herzlich.
Sie ist keine Unbekannte bei den Wettbewerbsrichtern: Bereits im Februar 2024 holte die Ausnahmeathletin, die an der Gombe-Universität in Gombe nebenbei Botanik studiert, wenn sie keine Verse auswendig lernt, in Jordanien den ersten Platz und konnte damit 40 Konkurrentinnen aus 38 Ländern auf die Plätze verweisen. Ihre Performance und ihr fabelhaftes Gedächtnis belohnte die Jury damals mit einem satten Preisgeld von 5 Millionen Naira (immerhin knapp 3.000,- €) und einem Stipendium.
Ihr Werdegang im Wettbewerb lässt sich nur als „kometenhaft“ beschreiben. Bereits 2020, im zarten Alter von 15 Jahren belegte Hajara Dan’azumi einen hervorragenden vierten Platz bei den 34sten nationalen Koranrezitationswettbewerben in Lagos mit einer schon damals außergewöhnlich guten Bewertung von 97,1 Punkten, die sie jetzt auf sagenhafte 99,5 Punkte ausbauen konnte. Wobei sie – ein weiteres Wunder – immer noch als 19-Jährige geführt wird. Nicht einmal Mohammed persönlich dürfte den Koran derart exakt und schön interpretieren können, aber grau ist alle Theorie: Hören Sie doch selbst einmal rein.
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