Es ist ein Tag, an dem linke Träume platzen: „Jetzt habe ich leider eine schlechte Nachricht“, schallt es aus dem Megafon eines Antifa-Anführers. „Mittlerweile sind schon über 500 Delegierte der AfD in der Messehalle. Der Parteitag wird jetzt gleich starten. Das ist richtig scheiße, ja. Die haben halt dieses Mal mitten in der Nacht um 2 Uhr nachts angefangen, die Leute da reinzubringen. Also viel früher, als wir gestartet haben.“
Spektakuläre Kapitulation: Unsere Reporter vor Ort halten den Moment fest, in dem die Antifa in Erfurt eingestehen muss, dass ihre Blockade gescheitert ist und der AfD-Parteitag pünktlich anfangen kann. „Das ist richtig scheiße“. Man sei einfach zu spät gekommen. pic.twitter.com/3Elea8S40E
Am Samstag startete der AfD-Bundesparteitag in Erfurt pünktlich um 10 Uhr. Zum ersten Mal in der Geschichte der Partei, wie ein Sprecher auf der Bühne gleich zu Beginn stolz verkündet. Die AfD bejubelt sich selbst. Gewonnen haben an diesem Tag die Frühaufsteher. Den Demonstranten hingegen ist zum Verhängnis geworden, was man durchaus als strukturelles Problem der Linken bezeichnen könnte: Sie haben es nicht rechtzeitig aus dem Bett geschafft. Und werden ihren Frust später auf brutale Weise an Journalisten auslassen.
Ganz Erfurt gleicht in diesen Tagen einer Festung. Mehrere Dutzend Wasserwerfer säumen die Straßen, Einsatzwagen der Polizei sind omnipräsent. 6.000 Polizisten haben die Behörden zusammengezogen, um die Durchführung des Parteitags zu gewährleisten. Denn das Versammlungsrecht gehört zu den demokratischen Grundsätzen – und das Grundgesetz verpflichtet Parteien dazu, ihre Führung demokratisch zu wählen.
Genau das wollten die Antifa und das linke Vorfeld von Omas gegen Rechts bis Gewerkschaften verhindern. Aus dem ganzen Land und sogar aus dem Ausland wurden Demonstranten angekarrt, um die Zufahrten zur Erfurter Messehalle zu blockieren. In internen Polizeiberichten hatte man mit mehreren Zehntausenden Demonstranten und rund 2.500 gewaltbereiten Linksextremisten gerechnet. Steuerfinanzierte Organisationen wie der DGB und Verdi hatten die Protestler mit Reisebussen nach Erfurt gebracht.
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 1 u.a. mit Wahl zum Parteivorsitz | 04.07.26











