Der verbotene Händedruck

vor 11 Monaten

Der verbotene Händedruck
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Autor dieser Zeilen ist jetzt berühmt. Nicht, weil er selbst etwas Ungewöhnliches, Interessantes oder wenigstens Peinliches vollbracht hat. Sondern, weil der dem ungeheuerlichsten Händedruck der bundesdeutschen Geschichte beiwohnen durfte. Ein Händedruck, zwei kurze Gespräche, haben die Brandmauer zum Einsturz gebracht, schäumen Linke in Sozialen Medien. Ich stand daneben und habe es nicht einmal bemerkt.

Also, was ist passiert? Im wilden Ungarn, da wo der Orbán herrscht, gab es ein Fest. Oder ein Feszt, wie die Ungarn schreiben. Das Matthias Corvinus Collegium hatte zu einem Festival eingeladen. Auch mich, denn ich sollte mit Saskia Ludwig (CDU) und Bence Bauer, dem Vorsitzendenn des Deutsch-Ungarischen Instituts für Internationale Zusammenarbeit, über die deutsche Politik diskutieren.

Das war eine Einladung, die ich gerne angenommen habe. Bence Bauer war einmal Mitarbeiter im Konrad-Adenauer-Haus (CDU), Saskia Ludwig ist Bundestagsabgeordnete der CDU. Moderator Hennig Saßenrath ist Politikwissenschaftler im verschlafenen Würzburg. Ein unverdächtiges Panel also. Nur mit einem haben wir nicht gerechnet: Eine Ausgestoßene saß im Publikum. Alice Weidel höchstselbst.

Nun haben wir das getan, was man tut, wenn man einem Menschen begegnet, den man kennt: Sowohl Ludwig als auch ich (es tut mir nicht leid!) haben ihr die Hand geschüttelt. Wir haben geplaudert, bevor das Panel anfing und danach. Das war möglich, weil in Ungarn kontroverse politische Diskussionen auf einer Bühne stattfinden können, die nicht vom Publikum abgeschirmt ist.

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