Die Beweislage sei erdrückend, dass die Sprengstoff-Drohne, die am Flughafen Leipzig entdeckt worden ist, von einem russischen Nachrichtendienst stamme, meint Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Er begründet dies mit polizeilichen Ermittlungsergebnissen, Tatmustern und nachrichtendienstlichen Erkenntnissen. Damit werden Maßnahmen gegen Russland gerechtfertigt, die wiederum eine Gegenreaktion aus Moskau zur Folge haben. Der Konflikt zwischen Berlin und dem Kreml eskaliert.
Wer bei dieser Entwicklung „cui bono?“ fragt, läuft Gefahr, als Handlanger der russischen Regierung beschimpft zu werden – auf den freien Social-Media-Kanälen machen das aber tausende Menschen trotzdem: Sie wollen die offizielle Erzählung, dass russische Agenten eine mit Sprengstoff bepackte Drohne vier Meter über dem Vorfeld des Leipziger Flughafens so lange schweben lassen, bis sie von einem Flughafenbus-Fahrer mit einem Karate-Kick zu Boden gebracht wird, nicht ganz so glauben.
So kommentierte etwa die X-Userin Ella Bauer die angebliche Faktenlage: „Ein Land mit über 5.500 Nuklearsprengköpfen hat „uns“ mit einer Drohne angegriffen, die ein Busfahrer abfangen konnte?“ Und Peter Borbe schreibt dazu auf X: „Heute vor 87 Jahren begann der 2. Weltkrieg. Wer hätte gedacht, dass der Geist von „Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“ im Jahr 2026 wieder in deutschen Parteizentralen und Medienhäusern sehr lebendig sein wird?“
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