Bodo Ramelow warnt vor dem Bundesparteitag der AfD im Juli – und sieht Parallelen zur Entwicklung in der Weimarer Republik. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland hielt der ehemalige Thüringer Ministerpräsident und derzeitige Bundestagsvizepräsident fest, dass sich „ganz Deutschland“ auf die AfD-Tagung „vorbereiten“ müsse.
Grund zur Sorge sei der Veranstaltungsort: Der Bundesparteitag soll in Thüringen abgehalten werden, genauer in Erfurt. Eigentlich sei es üblich, einen Parteitag dort abzuhalten, wo die nächste Landtagswahl bevorsteht, meinte Ramelow – in Thüringen wurde erst 2024 gewählt. Außerdem „erweist die Partei Herrn Höcke ihre Reverenz und verneigt sich vor dem Flügel“.
Der „Flügel“ war eine parteiinterne Gruppe und wurde von Björn Höcke, dem heutigen Landesvorsitzenden der AfD in Thüringen, geleitet – er gilt als aufgelöst. Dennoch sieht Ramelow in dem Veranstaltungsort des Parteitags Grund zur Sorge und erklärte weiter: „Der letzte Rest an bürgerlicher Fassade wird entsorgt. Man begibt sich an den Ort, wo die Partei schon als gesichert rechtsextrem eingestuft ist.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











