Der Pflichtbeitrag der öffentlich-rechtlichen Medien beträgt 18,36 Euro pro Monat und Haushalt. Insgesamt flossen den Anstalten im vergangenen Jahr 8,57 Milliarden Euro zu. ARD, ZDF und Deutschlandradio reicht das nicht. Sie klagen gegen die Weigerung der Länder, ihnen noch mehr Geld zuzugestehen.
Auf die ARD-Anstalten entfallen rund sechs Milliarden Euro. Das sind sechs Milliarden Euro zu viel. Mit dem gestrigen Offenbarungseid namens „Sommerinterview“ im Ersten mit Alice Weidel zeigten die staatsnahen Fernsehmacher einmal mehr: Entweder sie können es nicht – oder sie wollen es nicht. Beides ist für einen milliardenschweren Konzern inakzeptabel.
Die AfD-Chefin musste sich während des gesamten dreißigminütigen Interviews gegen eine Soundkulisse wehren, die von Berliner Linksaktivisten bereitgestellt worden war. Diese – rund zwei Dutzend Leute – hatten sich am Spreeufer im Regierungsbezirk gegenüber jener Dachterrasse versammelt, die sich das ARD-Hauptstadtstudio zur Szene erkoren hatte. Diese Schnapsidee erwies sich schon bei Interviewpartner Friedrich Merz als untauglich. Beim Kanzler war allerlei Tschingderassabumm und Touristenlärm im Hintergrund zu hören gewesen.
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