Eine aktuelle Analyse des Finanzsoftwarehauses Datev zeigt beunruhigende Zahlen zur Lage des deutschen Mittelstands. Darüber berichtete zuerst die Welt. Gegenüber der Zeitung meint Vorstandschef Robert Mayer: „Der Mittelstand gibt auf. Es ist keine Schockwelle, sondern ein schleichender Rückzug, getrieben von hohen Kosten, schwacher Nachfrage, erdrückender Bürokratie und dem Mangel an Nachfolgelösungen.“
In der Analyse wird vor einem schleichenden Niedergang des Mittelstands gewarnt: Während innerhalb der vergangenen Jahre der Umsatz stetig zurückging, stiegen die Arbeitskosten immer weiter – so legten die Löhne im Jahr 2023 um 5,1 Prozent und im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent kräftig zu. Deshalb beobachtet man zunehmend „Liquiditätsrisiken, Restrukturierungen und zunehmende Geschäftsaufgaben.“ Die Zahl solcher geplanten Geschäftsaufgaben ist allein im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent angestiegen.
Viele setzen ihre Pläne bereits um: „Diese Beobachtung korreliert mit der Zahl der Insolvenzen in Deutschland, die 2025 einen neuen Höchststand erreicht hat. Besonders betroffen sind Kleinstunternehmen ohne Beschäftigte sowie größere Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, heißt es in einer Pressemitteilung von Datev zu der Analyse.
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