Etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl wird per Schiff über die Straße von Hormuz, die Meerenge zum Persischen Golf, abgewickelt. Normalerweise. Aktuell stauen sich die Tanker auf beiden Seiten des Golfeingangs.
Der Krieg im Iran hat den dortigen Schiffsverkehr vorübergehend fast vollkommen zum Erliegen gebracht. Dabei gibt es aktuell gar keine richtige Seeblockade. US-Streitkräfte konnten bereits große Teile der iranischen Marine ausschalten. Nicht nur in den Gewässern des Persischen Golfs, auch auf hoher See – zuletzt vermeldete das Pentagon die erste US-Versenkung per Torpedo seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein amerikanisches U-Boot hatte das iranische Kriegsschiff Iris Dena im Indischen Ozean bei der Rückkehr von einem Militärmanöver gen Iran versenkt.
Stattdessen drehen sich die Befürchtungen vieler Reedereien aktuell eher um willkürliche Attacken aus der Luft, nicht von der Marine. Eine von der iranischen Marine durchgesetzte Seeblockade gibt es damit aktuell gar nicht wirklich. Vielmehr geht es um das Sicherheitsrisiko, dass iranische Drohnen und Raketen Tanker bei der Durchfahrt durch die Straße treffen könnten.
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