Wer glaubt, die Brüsseler Entscheidung vom 16. Dezember sei die Rettung des Verbrennungsmotors, ist einem gigantischen Schwindel aufgesessen. Die EU-Kommission verkauft ein „90-Prozent-Ziel“ als Lösung vom Verbrenner-Aus, doch in Wahrheit zementiert sie den industriellen Selbstmord Europas. Das Verbrenner-Aus ist nicht vom Tisch – es wurde nur in ein bürokratisches Monstrum verwandelt, das der heimischen Industrie den Rest geben wird.
Der neue Plan ist ein Meisterwerk der Realitätsverweigerung. Anstatt den Markt entscheiden zu lassen, soll das Verbot durch Planwirtschaft ersetzt werden. Statt 100 Prozent CO2-Reduzierung nur 90 Prozent. Die verbleibenden 10 Prozent der Verbrenner sollen künftig über „grünen Stahl“ und E-Fuels freigekauft werden. Das bedeutet: Ein Autohersteller muss künftig nicht mehr nur Motoren bauen, sondern Zertifikate-Jongleur spielen, um nachzuweisen, dass der Kotflügel mit wasserstoffbasiertem Stahl gepresst wurde.
Kritiker im Parlament nannten das zurecht einen „bürokratischen Overkill“. Das rettet keinen einzigen Arbeitsplatz am Band, es schafft nur neue Stellen in der Verwaltung. Ganz abgesehen davon, dass von der Illusion „grüner Stahl“ herzlich wenig zu sehen ist und niemand weiß, wer diese exorbitant teuren Produkte überhaupt bezahlen kann und will. Daraus zusammengeschweißte Autos sind daher kaum wettbewerbsfähig.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











