Die SPD plant eine große Reform der Einkommenssteuer. Die einhergehenden Versprechen der Politik sind groß: 95 Prozent der Steuerzahler sollen entlastet werden. Doch bereits das erste Beschlusspapier überzeugt Wolfgang Steiger nicht. Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats analysiert in seiner aktuellen Kolumne das Zahlenwerk, welches „bereits beim ersten Anblick in sich zusammenfällt.“
„Keinen weiteren Schaden anrichten!“ Mit dieser direkten Formulierung verweist Steiger direkt zu Beginn auf einen der führenden Ökonomen Deutschlands, welcher diesen Satz sagte. Clemens Fuest ist ifo-Präsident und legte kürzlich zahlreiche, sinnvolle Reformvorschläge auf den Tisch: attraktivere steuerliche Rahmenbedingungen für private Investitionen, konsequenter Bürokratieabbau, die Stärkung von Arbeitsanreizen und eine weniger kleinteilige Energie- und Klimapolitik sind seine Forderungen.
„Damit legt er den Finger in die richtige Wunde“, beschreibt Steiger die Forderungen von Fuest. „In der Tat braucht es die Einsicht, dass wir einen Umschwung in der Wirtschaft nur erreichen können, wenn wir endlich mit der weitverbreiteten wirtschafts- und ordnungspolitischen Ignoranz brechen und aufhören, dem Wirtschaftsstandort Deutschland leichtfertig Schaden zuzufügen.“
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