Es sind Szenen, wie sie sonst eigentlich nur im Stadion beheimatet sind. Der Gästestürmer bekommt den von ihm erhofften Einwurf nicht. Provokativ wirft er den Ball erstmal ein paar Meter weiter weg, um den Spielverlauf zu verzögern. Im Gastgeberstadion wird diese Handlung mit Empörung beantwortet. „Alle auf die 9, alle auf die 9, alle, alle, alle auf die 9.“
Die Nummer 9 des politischen Berlins, auf die sich die ganze Tribüne emotional einschießt, scheint die Schuldenbremse zu sein, vergleicht Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, in seiner aktuellen Kolumne. „Und in der Tat ist die Qualität der Angriffe auf die Fiskalregel mittlerweile von grölenden Fußballschlachtrufen kaum mehr zu unterscheiden“, schreibt der Experte.
SPD-Parteichefin Saskia Esken will die Schuldenbremse zügig aus dem Weg schaffen.
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