Wie weit kann man sich vom natürlichen Ursprung der Lebensmittel entfernen? Es ist wahrlich nicht leicht zu verstehen: Da werden jährlich allein in Deutschland rund 53 Millionen Schweine geschlachtet, zusätzlich schlappe 759 Millionen Hühner. Die drei Millionen zusätzliche Rinder fallen da fast schon gar nicht mehr ins Gewicht. Verarbeitet werden die Tiere dann zu allerlei Köstlichkeiten, zu allerlei Nützlichkeiten und auch zu allerlei Überflüssigem. Eines eint dabei aber so gut wie alle tierischen Produkte: Sie gehören für die meisten Menschen „einfach dazu“.
Wer auf einem Gummibärchen herumkaut, der vergisst schnell, dass er eigentlich Schweineknochen im Mund hat. Der herzhafte Biss ins saftige Steak lässt schnell vergessen, dass sich dieses Steak noch vor ein paar Tagen fröhlich muhend durch den Stall bewegt hat. Vielen Menschen ist die Herkunft ihrer täglichen Nahrung nicht mehr bewusst – oder vollkommen gleichgültig. Und dann kommt BARF. Tatsächlich kann die erstmalige Konfrontation mit Produkten, die den tierischen Ursprung noch erahnen lassen, zu einem leichten Schock – und dann zu tieferem Nachdenken führen.
Die liebsten Haustiere der Deutschen sind geborene Killer. So süß und flauschig Katzen auch sein mögen: Die Natur hat es so vorgesehen, dass Katzen mit einem Biss ihres kleinen Schnäuzchens dem unaufmerksamen Rotkehlchen ein schnelles Ende verpassen können. Hunde sind ebenfalls Fleischfresser und geborene Opportunisten dazu: Sie fressen mit Vorliebe alles, was ihnen vor die Schnauze kommt, und das möglichst schnell und in möglichst großen Mengen. Mensch gewöhnt sich dran, wenn Mieze mal wieder eine tote Maus mit nach Hause bringt oder Bello im Gebüsch sein persönliches Festmahl „Vergammelter Fuchs“ laut schmatzend verzehrt. So ist die Natur. Hart und grausam. Und ehrlich.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











