Fünf Jahre nach der US-Präsidentschaftswahl 2020 wird die Auszählung der Stimmen, die damals vom heutigen US-Präsidenten Donald Trump und seinen Unterstützern angezweifelt worden ist, wieder zum Thema. Dabei geht es um Verstöße gegen geltende Wahlregeln, die sich offenbar während des Auszählungsvorgangs ereignet haben; darüber berichtete unter anderem das US-Magazin Newsweek.
Vor der Wahlbehörde des Bundesstaats Georgia hat ein Vertreter des Registrierungs- und Wahlausschusses von Fulton County während einer Anhörung zugegeben, dass in seinem Bezirk bei der Wahl vor fünf Jahren rund 315.000 Stimmen ausgezählt und gewertet wurden, obwohl diese nach den geltenden Wahlvorschriften formal nicht zertifizierbar waren.
Dabei geht es um sogenannte „early votes“, also Stimmen, die noch vor dem Wahltag abgegeben wurden. Diese Methode war in den USA insbesondere während der Corona-Zeit weit verbreitet. In Georgia gelten dafür jedoch strikte Regelungen – so müssen Wahlhelfer über die zur Abstimmung vorgesehenen Wahlmaschinen jeweils drei sogenannte „Abschlussbänder“ drucken lassen, auf denen das Endergebnis des Tages für die jeweilige Maschine steht – zudem müssen sogenannte „Nullbänder“ gedruckt werden, um festzuhalten, dass die Maschine jeden Tag bei null abgegebenen Stimmen startet.
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