Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Linkspartei in Berlin-Neukölln ist es am Samstagabend zu einem offen antisemitischen Auftritt des linksextremen Rappers „Dahabflex“ gekommen: Wie der Tagesspiegel berichtet, rief der Rapper unter anderem „Death to the IDF“ und „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“. Ersterer Ausruf ist dabei ein Mordaufruf gegen Soldaten der israelischen Streitkräfte, während letzterer ein Aufruf zu gewalttätigen Aufständen gegen Israel und seine Zivilbevölkerung ist, wie sie während der beiden historischen Intifadas (zwischen den 1980er- und den 2000er-Jahren) stattgefunden haben.
„Dahabflex“ soll diese Gewaltaufrufe mehrfach vorgetragen haben. Besonders junge Besucher der Veranstaltung sollen laut Tagesspiegel mitgetanzt und mitgesungen haben. Der Auftritt „Dahabflex’“ wurde von der Führung der Linken Neukölln offensichtlich geduldet: Direkt nach dem Auftritt kam etwa der Co-Vorsitzende des Bezirksverbands, Hermann Nehls, auf die Bühne.
Angekündigt wurde die Veranstaltung unter anderem in den sozialen Medien unter dem Titel „Wütend auf den Kapitalismus“. Teilgenommen haben zahlreiche Politiker der Linken, etwa der Bezirksbürgermeisterkandidat Ahmed Abed, der in der Vergangenheit immer wieder durch antiisraelische und judenfeindliche Aktionen aufgefallen ist. Auch der Intendant der Volksbühne, Matthias Lilienthal, sowie der Chefredakteur des linken Magazins Jacobin, Loren Balhorn, traten auf der Veranstaltung auf. Insgesamt sollen laut der Partei 1.000 Menschen die Veranstaltung besucht haben.
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