Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich angesichts der vermeintlichen wirtschaftlichen Erholung in Deutschland bereits hoffnungsvoll, doch nun dürften die Zahlen des Datev-Mittelstandsindex für den Oktober der Schwarz-Roten Koalition einen Dämpfer verleihen. Bundesweit verzeichnen die Unternehmen im Herbst massive Umsatzrückgänge – auch im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend der vergangenen Monate, bei dem im Durchschnitt eine Steigerung der Umsätze zu beobachten war, ist damit gebrochen.
Im September ging demnach der Umsatz-Mittelstandsindex gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent zurück – gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang gar 2,7 Prozent. Der Umsatzeinbruch bei mittelständischen Unternehmen zieht sich dabei durch alle Branchen. Ähnlich sieht es im August aus: Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um ein Prozent – gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang gar 1,2 Prozent. Auch hier waren selbst im Juli noch wachsende Branchen, etwa das Bauhauptgewerbe, das verarbeitende Gewerbe oder die Handelsbranche, betroffen.
Brisant ist auch die regionale Verteilung: In allen sechzehn Bundesländern geht der Index im September zurück: Besonders betroffen ist dabei das Saarland, mit einem Einbruch gegenüber dem Vorjahr von 6,3 Prozent. Neben dem Bundesland der Autoindustrie, Baden-Württemberg, das einen Rückgang von 4,5 Prozent verzeichnet, sind vor allem ostdeutsche Bundesländer betroffen. Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Die Bundesländer müssen alle einen Rückgang zwischen 4,2 und 5,5 Prozent verkraften. Am wenigsten betroffen von den Umsatzeinbußen sind mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein, wo der Rückgang weniger als 0,1 Prozent betrug.
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