Die erneute Übermalung einer ursprünglich in Regenbogenfarben gestalteten Treppe mit den Farben der deutschen Nationalflagge hat im nordrhein-westfälischen Arnsberg-Neheim für Empörung gesorgt. Schüler des Arnsberger Gymnasiums Laurentianum gestalteten die Treppe im Sommer im Rahmen eines Schulprojekts in Regenbogenfarben. Schon wenige Tage nach der ersten Fertigstellung wurde das Motiv beschädigt, sodass es anschließend instandgesetzt werden musste.
Nachdem die anschließend wiederhergestellte Regenbogentreppe nun erneut mit den Farben der deutschen Nationalflagge übermalt wurde, zeigte sich die Lokalpolitikerin der Grünen, Verena Verspohl, entsetzt. „Eine Regenbogentreppe in schwarz-rot-gold zu übersprühen ist kein politisches Statement. Das ist eine rechtsextreme Aussage“, so Verspohl in einem Video auf TikTok.
Die Aktion richte sich „gegen Vielfalt, gegen Queere, gegen Frieden, Freiheit und eine bunte Gesellschaft“ und sei „pro Nationalismus“, so Verspohl weiter. Sie legte den Verantwortlichen nahe, ihr Zuhause in Nationalfarben zu gestalten und sich die Fahne in den Garten zu hängen. „Aber das ist der öffentliche Raum, und das geht einfach überhaupt nicht“, sagt Verspohl. Es handele sich um eine „Schüler*innen-Gendersternchen-Arbeit“, die mit Füßen getreten werde. Das Wort „Gendersternchen“ spricht Verspohl dabei wörtlich aus.
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