„Das ist doch unsinnig“: AOK-Chefin Reimann kritisiert Attestpflicht-Pläne der Bundesregierung

vor 11 Tagen

„Das ist doch unsinnig“: AOK-Chefin Reimann kritisiert Attestpflicht-Pläne der Bundesregierung
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Die Bundesverbandschefin der AOK, Carola Reimann, hat der geplanten Abschaffung der telefonischen Krankschreibung eine Absage erteilt; auch die Attestpflicht ab Tag eins kritisiert sie. Gegenüber der Funke Mediengruppe bekräftigte Reimann ihre Haltung und sprach sich für den Erhalt der bisherigen Regelungen aus.

„Gerade bei Infektionswellen ist sie ein gutes Mittel, um Ansteckungen zu vermeiden und medizinisches Personal zu schützen“, sagte Reimann. Einen Missbrauch der telefonischen Krankschreibung könne sie nicht feststellen. Auch während der Corona-Pandemie habe sich das Krankschreibungsverhalten der Ärzte ihrer Einschätzung nach nicht verändert.

Auch die geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag stößt bei Reimann auf Kritik. Eine solche Regelung würde ihrer Ansicht nach enorme Kapazitäten im Gesundheitswesen binden, die an anderer Stelle für die medizinische Versorgung fehlen würden. „Wenn ab dem ersten Tag eine Krankschreibung vorliegen muss, bindet das eine unglaubliche Kapazität, die wir für die Versorgung nicht zur Verfügung haben. Das ist doch unsinnig“, so Reimann.

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