Öffentlich äußern nun mehrere Unions-Politiker ihren Unmut über die gescheiterte Sondersitzung des Arbeitskreises Außenpolitik der Unions-Fraktion. So hatte bereits die Bild berichtet, dass ein spontanes Merz-Interview in der ARD, in dem dieser seine Entscheidung, Israel mit einem Waffenembargo zu belegen, öffentlich erklären wollte, die Sitzung, in der das Gleiche gegenüber den Unions-Außenpolitikern geschehen sollte, zum Scheitern verurteilte.
Die Fachpolitiker wurden nicht vorab informiert und wussten im Vorhinein auch nichts über den Inhalt von Merz’ öffentlichen Aussagen. In der Sondersitzung – einem Videocall inmitten der parlamentarischen Sondersitzung – durften sie dann auch nur noch Verständnisfragen stellen. Eine Debatte war unerwünscht. Merz selbst war gar nicht erst anwesend, sondern lediglich sein Berater Günter Sautter. „Das hätten wir uns sparen können“, meint ein namentlich nicht genannter Unions-Außenpolitiker deshalb gegenüber ThePioneer.
Der CSU-Abgeordnete Stephan Meyer konstatiert derweil: „Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen rund um den teilweisen Stopp von Waffenexporten nach Israel fand nicht statt.“ Auch die Abgeordneten Paul Ziemiak, Peter Beyer, Ellen Demuth und Alexander Radwan sollen in der Sitzung offen ihren Unmut über den Ablauf dieser Sitzung gezeigt haben.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











